Supermond, Windmühlen, Dodekalitten

Der Supervollmond hält uns wach. Als wir uns beide um 4 Uhr hin und her wälzen, unterbrechen wir die Nachtruhe, um den Supervollmond über dem Meer zu beobachten. Sobald wir aus dem Schutz der Bäume und des Dünenwalls treten, pfeift uns der Wind eisig kalt um die Ohren. Der Anblick überwältigt uns, obwohl sich einige Wolken vor den Mond geschoben haben. Sogar das kleine Smartphone bietet dem Wind genügend Angriffsfläche, sodass wir nur verwackelte Bilder schiessen können. Als wir nur kurze Zeit später zum Zelt zurückkehren, geht bereits die Sonne auf und taucht die Landschaft in goldenes Morgenlicht.

Wir kuscheln uns nochmals in den Schlafsack und schlafen eine Runde. Danach kommt unser Tarp zum Einsatz. Mittels zwei mitgeführter Zeltstangen und zwei im Gebüsch gefundenen Stecken sind wir nach einigend Anpassungen zufrieden mit unserem zusätzlichen Schutz. Auf dem abgeschiedenen Zeltplatz fühlen wir uns so wohl, dass wir um zwei Nächte verlängern.

Auf Nebensträsschen erkunden wir heute die Insel. Zuerst suchen wir die alten Windmühlen. Am Horizont sehen wir eine riesige Rauchsäule aufsteigen, die mit dem Wind über die halbe Insel zieht. Ob das nur ein Feldbrand ist?? Durch ein hübsches Dorf geht es weiter zur Windmühle. Danach halten wir wieder nordwestwärts zu den „Dodekalitten“. Es ist ein riesiges Steinskulpturenprojekt, das 2010 begonnen wurde und erst 2025 mit der letzten Figur den Abschluss findet. Der (Fuss-!)Weg dorthin führt durch einen Wald und über Felder. Ein Computer komponiert fortlaufend auf Jahres-/ Gezeiten und Wetter abgestimmte Musik dazu. Eindrücklich!

Die Figur ganz rechts ist noch nicht bearbeitet

Unterwegs fahren wir mehrmals durch kurze Schauer. Wir verzichten darauf, uns in den Regenschutz zu zwängen. Zum Glück kommt immer kurz darauf wieder die Sonne hervor. Unseren letzten Stopp machen wir im Städtchen Vakskov, da die Campingbetreiberin uns den Abstecher empfohlen hat. Es gibt einige schöne Häuser hier, aber alles macht einen ziemlich verschlafenen Eindruck. Auch stehen viele Geschäfte leer. Im Zentrum setzen wir uns in ein Café unter den Sonnenschirm, da es demnächst zu regnen beginnen könnte. Nach einiger Zeit kommt die Wirtin vorbei und schliesst hektisch die Sonnenschirme. Ob wir aber draussen sitzen bleiben dürfen? – Natürlich! Aber bedient werden wir nicht. Erst als wir nachfragen, heisst es, das Café schliesse nun. Der Glockenturm spielt seine 17 Uhr-Musik. Und wir suchen weiter. Ohne Glück. Die restlichen Shops und Cafés räumen alle ihre Auslagen und Sitzgelegenheiten zusammen. Wir staunen: Nach 17 Uhr ist hier wirklich gar nichts mehr los. Durch leere Gassen spazieren wir zurück zu unseren parkierten Motorrädern. Bei Ankunft haben wir es übersehen, aber hier gibt es tatsächlich noch ein geöffnetes Lokal. Hätten wir nicht schon eingekauft, wären wir gleich zum Abendessen geblieben. Die Menüs sehen lecker aus!

Zurück beim Zelt ziehen wir uns warm an und bereiten unser 5⭐- Abendessen zu; Scampi mit frischem Spinat und Cocktailtomaten auf Reis. Mmh!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s